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Der Dreierwahlkampf um das Kanzleramt 2021: Analysen kognitiver und affektiver Bewertungen der Kandidat:innen und ihrer Folgen

  • Thorsten Faas,
  • Axel M. Burger

摘要

Der Wahlkampf 2021 war besonders. Mit Baerbock, Laschet und Scholz bewarben sich drei Personen als Kanzler:in – dabei zum ersten Mal eine Grüne. Dabei zeigen sich unterschiedliche Formen von Dynamik, die mit der Ausgangslage der Kandidaturen, aber auch dem Wahlkampfverlauf zu tun haben. Mit Baerbock und Laschet gingen zwei eher unbekannte Kandidat:innen ins Rennen. Erst im Nachgang zu ihrer Nominierung kamen sie in ihrer Bekanntheit auf Augenhöhe mit Scholz. Die weiteren Analysen des Wahlkampffinales zeigen sehr unterschiedliche Wahrnehmungen der Drei, was den Saldo der Bewertungen (Scholz positiv, Baerbock und Laschet negativ), aber auch die jeweiligen Muster betrifft: Baerbock löst stärkere (positive) affektive Reaktionen aus. Kurz vor der Wahl zeigt sich schließlich eine Verschiebung von Entscheidungskriterien. Sowohl für das Paar Scholz/SPD als auch für Laschet/Union verstärken sich die internen Zusammenhänge. Laschet zog die Union nach unten, Scholz die SPD nach oben.