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Silenced Memories. Dynamics of Remembering in the post-Soviet Countryside

  • Raili Nugin,
  • Aet Annist

摘要

Der vorliegende Beitrag analysiert unterdrückte Erinnerungen an die ländliche Transformation in Estland. Die Autorinnen beschreiben, wie die ländlichen Regionen und Bevölkerungen nach 1991 in den aufkommenden diskursiven Dichotomien von Erfolg/Misserfolg, Ressourcenreichtum/Abhängigkeit positioniert wurden, die eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der Position von Erinnerungen im übergeordneten hegemonialen mnemonischen Feld spielen. Wir betrachten, wie diejenigen, deren Erfahrungen dem breiteren nationalen Narrativ widersprechen, präsentiert werden, aber auch, wie einige Erfahrungen in diskursiven Feldern zum Schweigen gebracht und ignoriert werden. Die Art und Weise, wie der ländliche Verfall im Gegensatz zum städtischen Erfolg konstruiert wird, beeinflusst auch, wie seine Erinnerungen in hegemonialen Narrativen wahrgenommen und präsententiert werden. Das Kapitel basiert auf empirischem Material, das von den Autorinnen seit der Jahrtausendwende gesammelt wurde, sowie auf diskursiven Analysen der postsozialistischen Erzählungen, die in verschiedenen Bereichen der Öffentlichkeit präsent sind. Die Daten umfassen teilnehmende Beobachtung und Interviews sowie Analysen von Medien- und Kulturtexten.