„Haunting“. Die Wiederkehr der Konflikte der postsozialistischen Transformationsprozesse im Dresdner Bilderstreit
摘要
Dieser Beitrag möchte die sehr polemisch ausgetragenen Debatten rund um die Hängungspolitik des Dresdner Albertinums nicht nur als nachzuholenden „Bilderstreit“ über den Stellenwert von DDR-Kunst im zeitgenössischen Deutschland im Sinne eines „Stellvertreterstreites“, sondern vor allem mit dem Konzept des „haunting“ der amerikanischen Soziologin Avery F. Gorden in ihrem Buch Ghostly Matters von 2008 fassen. Das soll ermöglichen, das Phänomen des Dresdner Bilderstreites als eine Heimsuchung der unterdrückten Erinnerung an die eigene DDR-Biografie zu lesen, die sich als Geist oder geisterartig und geisterhaft in die Gemälde aus der DDR im Dresdner Albertinum schreiben.