Alltagsmobilität im Zeitalter der Mobilitätswende – eine empirische Untersuchung ausgewählter Schwerpunkte
摘要
Der oft zitierte Begriff der „Mobilitätswende“ hat zahlreiche Facetten. In der vorliegenden empirischen Studie werden drei ausgewählte Schwerpunkte näher untersucht. Der erste Schwerpunkt ist die Individualverkehr-Mobilitätslücke (IVML), mit der die Wahrnehmung eines Qualitätsunterschiedes zwischen der Nutzung des eigenen Pkw und des ÖPNV (Bongard, 2021) gemessen wird. Die durchgeführte Studie ist eine erweiterte Neuauflage einer Befragung aus dem Jahr 2019 und bezieht neben hauptsächlichen Pkw- und ÖPNV-Nutzern jetzt auch Fahrrad-Nutzer mit ein. Die Forschungsfragen zielen darauf ab, ob sich die IVML-Werte verändert haben und wie die Werte für Personen aussehen, die hauptsächlich das Fahrrad als Verkehrsmittel einsetzen. Der zweite Schwerpunkt bezieht sich auf das zum 01.05.2023 in Deutschland eingeführte Deutschlandticket, das die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in ganz Deutschland für einen monatlichen Pauschalpreis von 49 € ermöglicht. Die Forschungsfragen zielen in Abhängigkeit der Verkehrsmittelwahl u. a. auf die „Umsteigemotivation“, dem Mythos des Fahrkartenkaufs und der Frage nach der Fairness ab. In dem dritten Schwerpunkt „Mobilität und Gesundheit“ geht es um die zunehmende Nutzung des Fahrrads als Verkehrsmittel. Die Forschungsfragen zielen auf die Bereitschaft, das Fahrrad für Wege zur Arbeit zu nutzen, die Einschätzung der Vorbeugungswirkung gegen Herz-Kreislauferkrankungen und die Bewertung städtebaulicher Infrastrukturmaßnahmen zur stärkeren Nutzung des Fahrrades für die alltägliche Mobilität ab.