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Partizipative Beteiligungsformate für Nahmobilitätskonzepte zur Umsetzung von Kiezblocks in Berlin

  • Sven Hausigke

摘要

Das politische Ziel der nachhaltigen Mobilität muss auf kommunaler Ebene in Maßnahmen übersetzt werden, die den Verkehr verändern. Kiezblocks als Nahmobilitätskonzepte sind eine Maßnahme, die in Berlin durch zivilgesellschaftliche und politische Unterstützung derzeit in Wohnquartieren erprobt wird. Das Ziel ist es, den Kfz-Verkehr zu reduzieren, die Nutzung des Umweltverbunds zu fördern sowie die Aufenthaltsqualität zu steigern. An Nahmobilitätskonzepte besteht eine hohe Erwartung der Anwohnenden auf Quartiersebene, da die Personen und ihr Mobilitätsverhalten direkt von den Maßnahmen betroffen sind und auf die Mobilitätsbedarfe lokaler Personengruppen vertiefend eingegangen werden sollte. Das bedeutet, mehr Entscheidungsmacht in den Planungsschritten aus der Politik und Verwaltung in die Hände der Bürger*innen zu geben. Dies wurde im Kiezblock Komponistenviertel in Berlin-Pankow mit unterschiedlichen Beteiligungsformaten getestet. Es wurden Entscheidungen in den Planungsschritten identifiziert, die mittels funktionalistischer, deliberativer und emanzipatorischer Methoden Mitbestimmung ermöglichten. Das lokale Wissen aus der Nutzendenperspektive sollte mit dem Experten- und Verwaltungswissen zusammengeführt werden, um effektive Ergebnisse in einem effizienten Planungsprozess zu erzielen. Die eingesetzten qualitativen Methoden werden unter Berücksichtigung ihrer Funktion und der Implikation für Politik und Verwaltung als Ergebnis der Prozessevaluation im Komponistenviertel bewertet. Die Erfahrungen sollen dazu ermutigen, eine politisch-administrative Beteiligungskultur zu etablieren, die stärker auf partizipative Methoden zurückgreift und Planungsentscheidungen unter Konsenserarbeitung mit den Bürger*innen trifft.