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Generationale Ordnung zwischen Familie, Zuhause und Schule: Positionen von Kindern und Lehrkräften zum Hausbesuch

  • Nicoletta Eunicke

摘要

In bildungspolitischen Debatten wird gefordert, die Beziehungen zwischen Familie und Schule zu intensivieren und partnerschaftlich zu gestalten. Familie soll sich für Schule ‚öffnen‘. In diesem Beitrag wird nachgezeichnet, wie Aufmerksamkeiten und Sichtbarkeiten für Familie am Beispiel des schulischen Hausbesuchs aus der Position von Kindern und Lehrkräften verhandelt werden. Denn obwohl Effekte des Hausbesuchs auf schulische Leistungen und die Anwesenheit von Kindern in der Schule vermessen wurden, wurden deren Erfahrungen mit schulischen Hausbesuchen und ihre Positionen zu diesen bislang nicht untersucht. Es wird gefragt, wie sich erstens die Situierung von Kindern im Verhältnis von Familie und Schule ändern kann, wenn Lehrkräfte in ihr Zuhause kommen. Zweitens wird analysiert, wie Aufmerksamkeiten für Familie und Sichtbarkeiten von Familie am Beispiel des Hausbesuchs im Verhältnis von Familie und Schule verhandelt werden. Das Sample umfasst qualitative Leitfadeninterviews mit Kindern (Durchschnittsalter: 8–9 Jahre, n = 18) und Lehrkräften (n = 6) aus fünf heterogen situierten Grundschulen in Hessen und Rheinland-Pfalz. Mit der durchgeführten Situationsanalyse von (nicht) eingenommenen Positionen zeigt sich, dass sich Kinder beim Hausbesuch einerseits ermächtigend, andererseits vulnerabilisierend positionieren. Die Vorstellung, beim schulischen Hausbesuch das ‚ganze‘ Kind anzutreffen, wird aus der Position von Kindern hinterfragt und problematisiert. Die Forderung nach der Öffnung der Familie ist somit generational-institutionell hierarchisiert.