Fortbildungen zur geschlechtergerechten Begleitung von trans-, intergeschlechtlichen und non-binären Personen durch die Polizei
摘要
Die Einrichtung einer dritten (vielmehr vierten) Geschlechtskategorie als Personenstand und die zunehmende Sichtbarkeit von trans-, intergeschlechtlichen und non-binären Personen – im Folgenden kurz tin Personen bzw. TIN – führen zu neuen Anforderungen an Mitarbeiter*innen in staatlichen Institutionen. Die Bedeutung von diesen das Geschlecht betreffenden Fragen für Polizeibeamt*innen wird gesellschaftlich unterschätzt und selten thematisiert. Dabei ist der Umgang mit tin Polizeibeamt*innen ebenso wichtig, wie der Umgang mit tin Klient*innen. Der folgende Beitrag stellt Ergebnisse der Fachtagung „Geschlechtergerechte Begleitung von trans-, intergeschlechtlichen und non-binären Personen durch Verwaltung und Polizei“ an der Hochschule Merseburg (Schneider et al. Durchführung von Fachtagen zur Integration von Inhalten zu Trans*- und Inter*geschlechtlichkeit in ausgewählte Ausbildungen und Studiengänge der Bereiche Pädagogik/ Soziale Arbeit, Gesundheit/ Medizin/ Pflege, Verwaltung/ Polizei – Abschlussbericht und Ableitungen für Curricula. Hochschule Merseburg, Merseburg, 2021) und aus der Fortbildung von Polizeibeamt*innen im Verwendungsaufstieg der Polizei Sachsen-Anhalts vor. Zunächst werden einige Grundlagen zu TIN erläutert, daran schließen sich praxisnahe Möglichkeiten der Thematisierungen für den polizeilichen Kontext an (u. a. Besonderheiten bei Identitätsfeststellungen und Durchsuchungen sowie Festnahmen und Freiheitsentziehungen; Fragen zu Hasskriminalität). Handlungsorientierende Empfehlungen angeschlossen.