Schluss damit und mehr davon: Gendern im polizeilichen Sprachgebrauch
摘要
Sprache erzeugt Wirklichkeit. Das gilt nicht zuletzt auch für die Frage, wie Personen in sozialen Zusammenhängen/Situationen kommunikativ adressiert werden. Im Kontext der Diskurse um Gender, die mit dem Blick auf die soziale Konstruktion und Reproduktion geschlechterbezogener Vorstellungen inzwischen auch die Polizei und deren wissenschaftliche Begleitreflexion erreicht hat, stehen unterschiedliche Adressierungsformen zur Verfügung. Der Beitrag stellt mit der männlichen, der geschlechtergerechten, der geschlechtsneutralen und der geschlechtssensiblen Form die zentralen Optionen in ihrer Begründungsstruktur vor und plädiert im Anschluss für den Einschluss des darin Ausgeschlossenen: Das Bezeichnen von Personen, im reflexiven Bewusstsein darüber, das Bezeichnungen den Kontext ihrer Unterscheidung stets miterzeugen. Der Beitrag leistet damit Orientierung für den polizeilichen Umgang mit Sprache als Schlüsselmedium der Interaktion und Organisation.