Zwischen Einfalt und Vielfalt: Systemtheoretische Überlegen zu Diversität im System der Polizei
摘要
Die Diversity-Debatte trifft die Polizei an neuralgischen Punkten. Die Polizei hat Probleme im Umgang mit diversen „Mensch“-Kategorien. Wie Forschungsdaten zeigen, haben Schwule, Frauen und People of Color in der Polizei einen schweren Stand. Gesellschaftlich ist dieser Zustand nicht länger tragbar. Der Beitrag stellt dem moralischen und rechtlichen Druck der Diversity-Debatte eine theoretische Fundierung an die Seite. Im Lichte der Systemtheorie im Anschluss an Niklas Luhmann erscheint Diversität a) sozial als kommunikative Relevanzmarkierung von Menschen im System der Polizei, b) sachlich als Voraussetzung und Folge moderner Gesellschaftsdifferenzierung und c) zeitlich als Ergebnis differenzbasierter Kommunikation, die hervorbringt, was sie bezeichnet. Aktuell setzt die Polizei noch an vielen Stellen auf Einfalt. Inwiefern die Polizei Diversität nach dieser Maßgabe funktionalisiert, oder umgekehrt eine Umstellung von Einfalt auf soziale und sachliche Vielfalt erfolgen wird, ist gegenwärtig nicht absehbar.