Psychische Störungen – ein blinder Fleck von Diversität?
摘要
Polizist*innen sind aufgrund beruflicher Stressoren nachweislich besonders gefährdet, psychische Störungen zu entwickeln – v. a. Angst-, depressive und posttraumatische Belastungsstörungen. Symptome dieser Störungen sind grundsätzlich veränderbar bzw. ist eine Remission durch Inanspruchnahme von therapeutischen Angeboten möglich. Studien zum Umgang von Polizist*innen mit diesen Störungen zeigen jedoch, dass Betroffene aus Furcht vor Stigmatisierung und negativen beruflichen Konsequenzen während Ausbildung, Studium sowie Berufstätigkeit interne und externe Hilfsangebote gar nicht oder nur mäßig nutzen. Dadurch wird die Chance einer Wiedererlangung ihrer psychischen Stabilität verfehlt. Diese Situation könnte sich verbessern, wenn psychische Störungen als ein weiterer Aspekt von Diversität verstanden werden. Somit würden die Voraussetzungen für ein offeneres Miteinander geschaffen und die Potenziale der Beschäftigten könnten eher zur Geltung gebracht werden. Ebenso bringt eine Anerkennung dieses Diversitätsaspektes konkrete Gewinne im Umgang der Polizei mit psychisch auffälligen Menschen mit sich.