Philosophieren über Digitalität
摘要
Philosophische Reflexion von Digitalität impliziert sich über die Begriffe des Digitalen klar zu werden. Der Essay geht von der These aus, dass eine embryonale Digitalität bereits im alphanumerischen Zeichenraum und seinen Praktiken gegeben ist, soweit diese als syntaktische Prozeduren ausgeführt werden – ob durch Menschen oder Maschinen. ‚Syntax‘ bezieht sich auf Muster, auf Oberflächenkonfigurationen. Die Datifizierung ist eine symbolische Form, in der Welt- und Zeichenverhältnisse als Oberflächenkonfigurationen so dargestellt werden, dass diese maschinenbearbeitbar werden. Unter diesen Bedingungen werden Computer zu forensischen Spurenlesern, die das kulturell Unterbewusste in großen Datenkorpora aufspüren (können). Darin liegt das Potenzial datengetriebener Methoden in den Digital Humanities. Der Essay endet mit einer kurzen Rekapitulation der – eher spärlichen – Nutzung computergenerierter Forschungsmethoden innerhalb der Philosophie.