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Erweiterung von makroskopischen Verkehrsnachfragemodellen um einen sozialen Baustein

  • Nicolai Meier

摘要

Der Einsatz makroskopischer Verkehrsnachfragemodelle ist heute der Standard in der deutschen Verkehrsplanung. Typische Fragen aus der Verkehrsplanungspraxis können mit Hilfe solcher Modelle gut beantwortet werden. Beispiele hierfür sind die verkehrliche Bewertung von Infrastrukturmaßnahmen im Individualverkehr (IV) und öffentlichen Verkehr (ÖV) oder auch die Bewertung von Änderungen am Fahrplan im ÖV. Die integrative Betrachtung von Sozial- und Verkehrsplanung wirft darüber hinaus weitergehende Fragestellungen auf. Sollen etwa die spezifischen Mobilitätsbedürfnisse von sozial exkludierten Gruppen bei der Modellierung der Verkehrsnachfrage berücksichtigt werden, müssen die bestehenden Ansätze weiterentwickelt werden. Im Fokus der Modellentwicklung des Forschungsprojekts Social2Mobility stand deshalb die Integration eines sozialen Bausteins in das bereits vorliegende Verkehrsnachfragemodell der Region Hannover. Der neue soziale Baustein beinhaltet im Kern einen überarbeiteten Personengruppenansatz, der eine stärkere Differenzierung der Bevölkerung und ihres Mobilitätsverhaltens erlaubt. Dadurch wird es erstmalig möglich, das Mobilitätsverhalten von sozial exkludierten Bevölkerungsgruppen abzubilden. Im Folgenden wird zunächst der bestehende Modellaufbau skizziert. Darauf aufbauend wird der implementierte Personengruppenansatz vorgestellt. Abschließend wird erläutert, welche Möglichkeiten das erweiterte Modell bei der Bewertung von Maßnahmen bietet, die die Mobilität und soziale Teilhabe von armutsgefährdeten Haushalten stärken sollen.