错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Mobilitätsoptionen, Mobilitätsverhalten und Mobilitätsbarrieren armutsgefährdeter Haushalte mit Kindern

  • Franziska Henkel,
  • Alena Fischer,
  • Carsten Sommer

摘要

Ein systematischer Mangel an Mobilitätsoptionen kann zu Mobilitätsarmut und diese wiederum zu mobilitätsbezogener sozialer Exklusion führen. Das Projekt Social2Mobility hatte deshalb zum Ziel, durch Steigerung der Mobilitätsoptionen die soziale Teilhabe von armutsgefährdeten Personen zu stärken. Für die Entwicklung von Maßnahmen zur Verbesserung der sozialen Teilhabe ist eine Analyse der bestehenden Mobilitätsbarrieren armutsgefährdeter Personen erforderlich. Um repräsentative Ergebnisse zu den Mobilitätsoptionen und dem Mobilitätsverhalten sowie daraus abgeleitet den Mobilitätsbarrieren armutsgefährdeter Personen zu erhalten, wurde eine Haushaltsbefragung mit einer Nettostichprobe von 1.031 Personen konzipiert, durchgeführt und ausgewertet. Die Zielgruppe bestand aus armutsgefährdeten Haushalten mit Kindern; als Untersuchungsgebiet wurde die Kleinstadt Ronnenberg in der Region Hannover gewählt. Die Stadt Ronnenberg zählt nach der Regionalstatistischen Raumtypologie (RegioStar17-Klassifizierung) des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) zum städtischen Raum innerhalb einer metropolitanen Stadtregion (s. Kap.  2.4 ). Wesentliche Erkenntnisse sind, dass armutsgefährdete Haushalte mit Kindern eine geringere Pkw-, Führerschein- und Fahrradverfügbarkeit als nicht-armutsgefährdete Haushalte mit Kindern aufweisen. Trotzdem legen sie im Durchschnitt die gleiche Anzahl an Wegen pro Tag zurück. Diese Wege bewältigen sie deutlich häufiger als nicht armutsgefährdete Haushalte zu Fuß und haben im Vergleich einen geringeren Aktionsradius. Neben der geringeren Verkehrsmittelverfügbarkeit weist die Zielgruppe ebenfalls eine geringere ÖPNV-Zeitkartenverfügbarkeit auf. In Ronnenberg lernen Kinder aus armutsgefährdeten Haushalten später Fahrrad fahren als nicht-armutsgefährdete Kinder und nutzen das Fahrrad seltener für ihre Wege. Außerdem schätzt die Zielgruppe ihre eigene Erreichbarkeit von Zielgelegenheiten deutlich schlechter ein als Personen aus nicht armutsgefährdeten Haushalten mit Kindern. Ein besonders hohes Potential wurde bei der Förderung der Fahrradmobilität erkannt, da hier sehr deutliche Diskrepanzen sichtbar wurden. Personen aus armutsgefährdeten Haushalten mit Kindern nutzen das Fahrrad vergleichsweise wenig, auch wenn es im Vergleich mit anderen Verkehrsmitteln ein vermeintlich bezahlbares Verkehrsmittel ist.