Ausmaß und Persistenz personeller Unterrepräsentation in den Eliten Deutschlands
摘要
Kap. 3 gibt auf einer breiten empirischen Basis (N = 2783) einen Überblick über Ausmaß und einige Bestimmungsfaktoren der personellen Unterrepräsentation der Ostdeutschen und von Menschen mit Migrationshintergrund in den bundesdeutschen Positionseliten. Es zeigt, dass diese beiden Formen personeller Unterrepräsentation rund dreißig Jahre nach der Wiedervereinigung bzw. mehr als ein Jahrhundert nach den ersten umfänglichen Zuzügen von Gast- bzw. Vertragsarbeiterinnen und -arbeitern fortbestehen. Zwar sind sektorale Unterschiede zu beobachten, aber es gibt keine Anhaltspunkte für einen Rückgang im Zeitverlauf. Der Widerspruch dieser Befunde zu der Vermutung, dass die personelle Unterrepräsentation der Ostdeutschen ein temporäres Ergebnis der historischen Umstände der Wiedervereinigung ist und sich im Zeitverlauf abmildert („These des nachholenden Aufstiegs“), wird detailliert mit mehreren Trendanalysemethoden diskutiert.