Einleitende Gedanken
摘要
Obwohl der Anteil der muslimischen Bevölkerung im deutschsprachigen Raum erst in den vergangenen Jahrzehnten markant gestiegen ist, reicht ihre Geschichte weit in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zurück. Über lange Zeit weitgehend unbeachtet und in wissenschaftlichen Forschungsarbeiten kaum thematisiert, hat sich die Situation des Islams und der muslimischen Bevölkerung seit dem 11. September 2001, auch bedingt durch die Ankunft der Islamischen Theologie als neuer wissenschaftlicher Disziplin in universitären Kontexten des deutschsprachigen Raums, deutlich gewandelt. Seitdem herrscht, um die Worte von Levent Tezcan zu benutzen, eine regelrechte „Goldgräberstimmung“ (2003, S. 237) und eine Hochkonjunktur, was Forschungsarbeiten zu islambezogenen Themengebieten und zu Muslim*innen betrifft.