Ökowertpapiere und nachhaltige Bioökonomie – Widerspruch oder Chance?
摘要
Eine nachhaltige Landnutzung bei steigender Nachfrage nach biogenen Rohstoffen: ist das möglich? Unternehmen als wichtige zivilgesellschaftliche Akteur:innen zielen zunehmend nicht nur darauf ab, Emissionen zu vermeiden und Restemissionen im Rahmen eines „off-settings“ auszugleichen. Ziele des Klima- und Biotopschutzes erfordern vielmehr ein „in-setting“, also ein integriertes nachhaltiges Handeln entlang der gesamten Produktionskette. Waldaktie, MoorFutures, Streuobstgenussschein und HeckenScheck: Ökowertpapiere sind Zertifikate als Bescheinigung für freiwilliges Engagement zur Förderung von Ökosystemleistungen und Biodiversität. Sie sind als Instrumente für den freiwilligen Kohlenstoff- bzw. des Biodiversitätsmarktes entwickelt worden und transportieren als Bildungs- und Kommunikationsinstrument die gesellschaftliche Bedeutung der Ökosystemleistungen in vielfältige Zielgruppen hinein. Der Beitrag zeigt Bezüge zwischen nachhaltiger Bioökonomie und Ökosystemleistungen auf. Es wird dargestellt, wie Ökowertpapiere als „in-setting“-Instrumente Impulse zur Transformation von Wirtschaftsweisen beitragen können. Insbesondere kann die Bioökonomie in ihrer Ausrichtung zu einer nachhaltigen Wirtschaftsform unterstützt werden.