Transformation als Fortschritt
摘要
In diesem Kapitel wird zunächst erläutert, wie zu Beginn der Geschichte die Kultur zum Fundament des Fortschritts wurde: Eine kognitive Revolution hat vor circa 70.000 Jahren das Verhältnis des Menschen zur Natur grundlegend geändert. Es waren die Kultur und die Schrift, die die Gesellschaft überhaupt möglich machten. Später war es die wissenschaftliche Revolution, die der industriellen Revolution den Weg ebnete und die vermeintliche Herrschaft des Menschen über die Natur ermöglichte. Die daraus folgende Modernisierung und neoliberale Globalisierung sind Entwicklungsmodelle, die die Welt nach dem Vorbild einer Idee gestalten (Rationalisierungsprozess). Ihre Logik besteht aus drei zusammenhängenden Dynamiken im Verhältnis System-Umwelt: die Internalisierung von Ordnung (W. Catton; R. Heinberg), die Externalisierung von Unordnung (S. Lessenich) und die expansive Dynamik. Dabei versuchen die Wohlstandsinseln die Unordnung (Folgen des Klimawandels, Abfall, Armut, Konflikte…) durch „Grenzen als Sortiermaschinen“ fernzuhalten (S. Mau). Wie können Massen von Menschen diese Entwicklung hinnehmen oder ertragen, selbst wenn sie deren Opfer sind? In Demokratien basiert die Ordnung nicht mehr auf der Androhung von Gewalt, sondern auf der Macht von Kultur.