Landschaft und Spiel
摘要
Die wissenschaftliche Befassung mit den Zusammenhängen von Landschaft uns Spiel blickt auf noch keine allzu lange Forschungsgeschichte zurück. Insofern sind die meisten Studien hierzu noch recht explorativ. Die bis dato generierten Erkenntnisse über Zusammenhängen strukturieren wir anhand der der Theorie der Drei Landschaften, die eine Ableitung der Drei-Welten-Theorie von Karl Popper darstellt. Demnach werden unter Landschaft 3 die gesellschaftlichen Deutungs- Wertungs- und Kategorisierungsmuster verstanden. Diese werden teilweise dem Individuum übermittelt und so zu Teilen von Landschaft 2 (modifiziert durch individuelles Landschaftserleben und eigene Überlegungen zum Thema). Landschaft 1 wird aus der Zusammenschau von Objekten (der materiellen, zunehmend der virtuellen Welt 1) gebildet, wobei auf soziale Konventionen und individuelle Auseinandersetzung damit zurückgegriffen wird. Spiele ermöglichen, sofern ein Landschaftsbezug vorhanden ist, eine Erprobung von kontingenten Landschaftskonstruktionen, indem in der Regel im Spiel Komplexität und Kompliziertheit der Welt verringert werden. Die Bedeutung von Landschaft im Spiel kann von nicht vorhanden bis konstitutiv ausgeprägt sein. Zwischen Materialität und Virtualität der Landschaftspräsentation im Spiel liegt ein breiter Hybridbereich, was insbesondere bei Landschaften, die auf Methoden und Techniken der Augmented Reality (AR) basieren, deutlich wird. Zudem weisen Spiele im Allgemeinen, und ihre Landschaften im Speziellen, einen unterschiedlichen Grad des Einflusses expertenhafter Sonderwissensbestände auf (in Bezug auf Landschaftsrepräsentation, Regelsetzung und Regelumsetzung). Darüber hinaus findet sich eine Polarität zwischen Konkretheit und Abstraktion, sowohl hinsichtlich der Landschaftsrepräsentationen als auch der Regeln des Spiels. Diese Polaritäten bestimmen den Grad an Komplexität und Kompliziertheit des Spiels (mit seiner Landschaft), woraus sich auch die Möglichkeiten der Kontingenzerfahrung ergeben.