Vom Heimatschutz zum Rassenwahn: Nationalsozialistische Landschaftsgestaltung und ihre disziplinären Folgen
摘要
Dargelegt wird die heimatschützerische Vorbereitung der nationalsozialistischen Landschaftsgestaltung als Werkzeug der ‚Eindeutschung‘ eroberter Ostgebiete. Dies bewirkte eine Verwissenschaftlichung, die nach dem Zweiten Weltkrieg eine wesentliche Voraussetzung für die Entstehung der modernen Landschaftsplanung als staatliche Planungsdisziplin war. Gegen diese Entwicklung opponierten aus je eigener Perspektive die Landschaftsarchitektur und die Freiraumplanung. Letztere ‚rettete‘ unter demokratischen Vorzeichen die Idee eines sorgsamen planerischen Umgangs mit individuellen alltagsweltlichen Lebensverhältnisse in konkreten Räumen, die angesichts der Anpassung an den Klimawandel und des zunehmenden Artenschwundes weiterhin relevant ist.