Forschen durch pflanzenbasierte Experimente: Polymethodisches Forschen in der pflanzenbasierten Landschaftsarchitektur
摘要
Der Bereich Pflanzenverwendung und Vegetationstechnik gehört zu den Kernkompetenzen der Landschaftsarchitektur. Er liegt im Schnittpunkt von landschaftsarchitektonischem Entwurf, Vegetationsökologie, landschaftsbaulichen Techniken und gesellschaftlichen Anforderungen. Die zugehörigen Forschungsfragestellungen können daher unterschiedliche Schwerpunkte besitzen. Um zu guten Ergebnissen zu kommen, benötigt es adäquate Methoden -wir nennen dieses Vorgehen polymethodisches Forschen. An drei unterschiedlichen Beispielen wird aufgezeigt, wie polymethodisches und zugleich pflanzenbasiertes Forschen aussehen kann. Es reicht von Literaturreview, empirischen Feldversuchen, Umfragen, geostatistischen Auswertungen bis zur kritischen Analyse historischer Quellen. Dabei ist es eine Herausforderung das Wissen bezüglich der unterschiedlichen Methoden in einer Forschungseinheit halten bzw. so mit anderen Institutionen zu kooperieren, dass sie auf hohem Niveau bereitgestellt werden können. Insgesamt ist festzustellen, dass die Aufgaben im Bereich Vegetationstechnik und Pflanzenverwendung stetig wachsen. Es ist verführerisch sich immer mehr um technische Details zu kümmern, die leicht nachprüfbar sind. Dadurch könnte es jedoch dazu kommen den entwurfsbasierten Ansatz zu verlassen und sich vom Kern der Landschaftsarchitektur, ihrer holistisch synthetisierenden Position, zurückzuziehen und sich auf die Rolle der botanischen und vegetationstechnischer ExpertenInnen zu beschränken. Eine universitäre Forschung sollte jedoch auch immer selbst neue Fragen aufwerfen und Diskussionen in die Fachcommunity bzw. die Gesellschaft hineintragen. Gute pflanzenbasierte Forschung kann und sollte demzufolge eine Brücke zwischen Naturwissenschaften, gesellschaftlichen Anforderungen und landschaftsarchitektonischen Lösungen im Entwurf herstellen.