Die digitale Zusammenarbeit bei der Ideenfindung in der frühen Phase der Produktentwicklung hat sich seit der Corona Pandemie stark verändert. Die erzwungenen Vermeidung persönlicher Kontakte während der Pandemie wurde seither kombiniert mit einem fortwährenden Trend zur weiteren Digitalisierung und dem Einsatz von Datenanalysen, maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz. In den meisten Unternehmen hat sich die digitale Zusammenarbeit als festen Bestandteil des Arbeitsalltags etabliert. Gleichzeitig gibt es unterschiedliche Ansätze um im Streben nach der „besten Lösung“ im Gleichgewicht zwischen digitaler und physischer Zusammenarbeit. Um die Herausforderungen und Potenziale der Ideenfindung in einer digitalbasierten Arbeitswelt besser zu verstehen, haben wir hierzu in einem ersten Schritt 15 Interviews mit Unternehmensvertretern durchgeführt und im Anschluss in einer Onlinebefragung die Rückmeldung von mehr als 200 produzierenden Unternehmen erhalten. Viele der Chancen, die durch die digitale Zusammenarbeit entstehen, konnten in der vorgestellten Studie auch für die Ideenfindung bestätigt werden. Gleichzeitig beinhaltet die Ideenfindung Besonderheiten, die trotz moderner Technik derzeit nicht digital abgebildet werden können. Basierend auf den Rückmeldungen scheinen insbesondere die nonverbale Kommunikation und die mit der Zusammenarbeit eng verbundenen sozialen Interaktionen eine wichtige Rolle zu spielen. Besonders wenn Kreativität gefragt ist scheint es nach wie vor von großer Bedeutung zu sein, dass die digitale Zusammenarbeit durch physische Treffen ergänzt wird.

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Digitale Kollaboration in der frühen Phase der Produktentwicklung

  • Benjamin Hofmann,
  • Sven Schimpf,
  • Hendrik Rust

摘要

Die digitale Zusammenarbeit bei der Ideenfindung in der frühen Phase der Produktentwicklung hat sich seit der Corona Pandemie stark verändert. Die erzwungenen Vermeidung persönlicher Kontakte während der Pandemie wurde seither kombiniert mit einem fortwährenden Trend zur weiteren Digitalisierung und dem Einsatz von Datenanalysen, maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz. In den meisten Unternehmen hat sich die digitale Zusammenarbeit als festen Bestandteil des Arbeitsalltags etabliert. Gleichzeitig gibt es unterschiedliche Ansätze um im Streben nach der „besten Lösung“ im Gleichgewicht zwischen digitaler und physischer Zusammenarbeit. Um die Herausforderungen und Potenziale der Ideenfindung in einer digitalbasierten Arbeitswelt besser zu verstehen, haben wir hierzu in einem ersten Schritt 15 Interviews mit Unternehmensvertretern durchgeführt und im Anschluss in einer Onlinebefragung die Rückmeldung von mehr als 200 produzierenden Unternehmen erhalten. Viele der Chancen, die durch die digitale Zusammenarbeit entstehen, konnten in der vorgestellten Studie auch für die Ideenfindung bestätigt werden. Gleichzeitig beinhaltet die Ideenfindung Besonderheiten, die trotz moderner Technik derzeit nicht digital abgebildet werden können. Basierend auf den Rückmeldungen scheinen insbesondere die nonverbale Kommunikation und die mit der Zusammenarbeit eng verbundenen sozialen Interaktionen eine wichtige Rolle zu spielen. Besonders wenn Kreativität gefragt ist scheint es nach wie vor von großer Bedeutung zu sein, dass die digitale Zusammenarbeit durch physische Treffen ergänzt wird.