Dystopie und anthropologische Differenz
摘要
Stellt das aktuelle Reboot der Planet der Affen-Reihe (USA 2011–2017) lediglich eine den tricktechnischen Möglichkeiten angepasste Neuadaption des klassisch-dystopischen Stoffes (USA 1968–1973) dar oder findet in der neuen Trilogie eine Aktualisierung der dystopischen Grundstruktur statt? Die These dieser Arbeit lautet, dass das dystopische Motiv, das über drei Filme hinweg entwickelt wird, nicht allein in der durch utopische Hybris eingeleiteten Selbstzerstörung des Menschen besteht, sondern sich ganz konkret in der Verschiebung der anthropologischen Differenz zwischen Mensch und Tier markieren lässt. Die damit einhergehende Theoretisierung der Frage nach der (digitalen) Darstellung/Darstellbarkeit des Tieres im Spielfilm ermöglicht im Ansatz eine Problematisierung der dem Film inhärenten Potenziale einer posthumanen Ästhetik.