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(Post-)Apokalypse als Subgenre dystopischer Erzählung

  • Stefan Jung

摘要

Während eine Vielzahl dystopischer Erzählungen dezidiert staatliche Systeme in ihrer (Dys-)Funktionalität beschreiben, symbolisiert die (Post-)Apokalypse den weitestgehenden Zerfall sozialer Strukturen. Davon ausgehend nähert sich dieser Aufsatz der Frage an, inwieweit im Rahmen dystopischer Typologisierung die Begriffe „Gesellschaft“ und „Staat“ in ihrer Bedeutung nicht auf ganz ähnliche Entwicklungen hinweisen. Eine Einordnung des Begriffs „(Post-)Apokalypse“ innerhalb der Dystopie wird vorgenommen. Am Beispiel der Mad Max-Spielfilmreihe (AUS/USA 1979–2015) wird im Rahmen einer beachtlichen narrativen Entwicklung aufgezeigt, wie im Stadium der drohenden Apokalypse einstige zivilisatorische Muster zerbrechen, in der Folge nicht mehr existent sind und später in (Re-)Konstruktionen sozialer Strukturen wieder aufleben. Inmitten der lebensfeindlichen Ödnis („wasteland“), die das Umfeld dieser Filme ästhetisch konnotiert, bleibt zuletzt die Rolle des titelgebenden Protagonisten ausschlaggebend, der, als Antiheld und Außenseiter (im Sinne Hartmut Webers 1979) stilisiert, den dystopischen Grundcharakter der Werke entscheidend mitprägt.