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„Nothing has changed!“

  • Daniel Moersener

摘要

Das Zombiegenre präsentierte sich in den Filmen von George A. Romero als Zerfallsallegorie bürgerlicher Normalität (Wood). The Walking Dead (USA 2010–2022) überführt Romeros Allegorie in einen seriellen Erzählkorpus, der nicht nur den Zerfall, sondern auch die Restauration dieser Normalität fortwährend wiederholt. Das macht die Serie exemplarisch für eine ahistorisch denkende Gegenwart (Jameson), die sich am Ende der Geschichte (Fukuyama) wähnt und in der selbst dystopische bzw. kritische Kunstwerke keine historischen Alternativen mehr aufzeigen (Fisher). Ihre fragmentarische Form einerseits, ihr serieller Charakter andererseits und ihre narrativen Sinnschließungen legen allerdings nahe nahe: Bei The Walking Dead handelt es sich um einen allegorischen Doppelgänger, der gleichermaßen den Verlust wie Neugewinn von historischer Erkenntnis reproduziert.