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„This is not a test“

  • Sandra Danneil

摘要

Die Filme im Purge-Universum ziehen ihre Wirkung aus tief verankerten Formen kultureller Angst. Neben dem bekannten Horror-Motiv des Angriffs auf die amerikanische Familie stehen vor allem der Zerfall von Gemeinschaft, Isolation sowie die Prekarität des Gesellschaftsvertrags im Zentrum der Aufmerksamkeit. Insgesamt fünf Filme plus ein Serienformat verbindet ein einfaches Prinzip, demzufolge in einer Nacht im Jahr für 12 h jegliche Form von Kriminalität legal ist. Die Angst vor Anarchie, d. h. einer Herrschaftslosigkeit, die das Foucaultsche Prinzip von Überwachen und Strafe unwirksam macht, zeigt dabei die übergeordneten Standards. Die Absage an ein optimistisches Weltbild ist hier mehr spekulative Fiktion als Dystopie, unter der vor allem Frauen, ethnische Minderheiten und der Wunsch nach sozialer Gleichberechtigung in der Purge-Reihe zu leiden haben. In diesem Artikel soll die Entwicklung unterschiedlicher Diskurse anhand der verschiedenen Figuren-Ensembles in der Purge-Reihe untersucht werden. Im Kontext einer Serialisierung von dystopischen Gegenwartsszenarien sollen Gamifizierungsstrategien zur Steigerung des Unterhaltungswerts und Anpassung an zeitgemäße Sehgewohnheiten besondere Aufmerksamkeit erhalten. Die Fusion von genre-spezifischen Erzählstrategien mit Video Game-Ästhetiken einer Partizipationskultur dient als Grundlage für eine Untersuchung von kunstvermittelter kultureller Angst im Purge-o-Verse.