Ruth C. Cohn und Paulo Freire im Dialog
摘要
Die deutsch-jüdische Psychoanalytikerin, Poetin und Gesellschaftstherapeutin, Ruth C. Cohn (1912–2010), welche in den 1960iger Jahren im nordamerikanischen Exil den Ansatz des ‚Lebendigen Lebens und Lernens‘ nach der ‚Themenzentrierten Interaktion‘ entwickelt und ab den 1970iger Jahren nach Europa gebracht hatte, war Paulo Freire (1921–1997) nie persönlich begegnet. Wie aus ihren Schriften und vor allem auch aus Dokumenten in ihrem Nachlass hervorgeht, fühlte sie sich der Befreienden Pädagogik Paulo Freires sehr nahe und bezog sich in ihrem Verständnis von ‚Generativen Themen‘ direkt auf ihn. Auf diesem Hintergrund ist verständlich, dass in der Weiterentwicklung des TZI-Konzeptes ein Dialog zwischen den Ansätzen entstand, der bis heute weitergeführt wird und dem in diesem Beitrag nachgegangen wird.