Anthropologische Grundlagen einer Nichtausschließenden Befreiungspädagogik – Inklusion in Schulen im Lichte von Freire
摘要
Nach Freire wird die Wirklichkeit wiederentdeckt und entschlüsselt durch den reflexiven problemformulierenden Dialog über generative Themen, welche die Wirklichkeit betreffen. Menschen können in einem solchen Dialog lernen, Probleme nicht zu verdrängen, sondern zu formulieren. Inklusion in Schulen kann als ein generatives Thema angesehen werden, welches des reflexiven Dialoges aller davon Betroffenen bedarf, um über dadurch entstehende Bewusstseinsbildung, Optimierungsprozesse zu ermöglichen. In diesem Artikel wird nun die Schlüsselfrage dieses generativen Themas erforscht, nämlich ob es überhaupt eine anthropologische Basis dafür gibt, Inklusion zu begründen. Mithilfe Freires wird bei der Suche nach Antworten festgestellt, dass Menschen durch ihre Unbestimmtheit und exzentrische Positionierung lebenslang auf einen Austausch individueller Bedeutungen durch Dialog und Teilhabe an der Kultur angewiesen sind, um überlebensfähig zu sein. Diese Anthropologie begründet, so wird geschlussfolgert, eine grundsätzliche Forderung nach gesellschaftlicher Inklusion und die praktische Umsetzung einer Allgemeinen Pädagogik, die keinen Menschen ausschließt.