„Ich werde maximal ermutigt, irgendwie“ Die Straßenschule der Treberhilfe Dresden als sozialisatorischer Zwischenraum
摘要
Unter Bezugnahme auf die Ergebnisse einer Evaluation des Projektes Straßenschule der Treberhilfe Dresden (e. V.) werden in diesem Beitrag Dimensionen eines befreienden Bildungsraumes beschrieben. Grundlage der Untersuchung waren leitfadengestützte narrative Interviews mit Lernenden und Lehrenden der Straßenschule Dresden, die in Anlehnung an die Grounded Theory Methodologie ausgewertet worden sind. Die Untersuchungsergebnisse belegen für die Straßenschule eine besondere, leiblich spürbare Atmosphäre. Diese Grundstimmung ist Grundlage der Resonanz- und eben auch Bildungserfahrungen der in diesem Raum handelnden Personen. Die phänomenologische Charakterisierung wird durch die Verknüpfung mit kommunikativen und (sozial-) pädagogischen Aspekten vertieft. In Anlehnung an das Konzept des „dritten Raumes“ des Post-Kolonialismus-Theoretikers Homi K. Bhabha lässt sich die Straßenschule als besonderer sozialisatorischer Zwischenraum horizontaler Anerkennung beschreiben.