Gewerkschaftsmacht als Agentur der (Un)Sicherheit. Die Gewerkschaft der Polizei in Securitization-Prozessen in der Bundesrepublik
摘要
Die Bundesrepublik Deutschland (BRD) setze als „schwacher Staat unsere Sicherheit aufs Spiel“, erklärte Rainer Wendt – gemeinsam mit Heiko Haupt – in den letzten Jahren wiederholt: Er sehe „Deutschland in Gefahr“. Wendt, der seit 2007 als Bundesvorsitzender die etwa 100.000 Mitglieder des zweitgrößten polizeilichen Interessenverbandes in der BRD, die Deutsche Polizeigewerkschaft im Deutschen Beamtenbund (DPolG), vertritt, nimmt für seine Stellungnahmen, die große öffentliche Aufmerksamkeit erhalten hat, „eine demokratische Legitimation“ in Anspruch. Der Verband sei durch seinen gewerkschaftlichen Charakter legitimiert, sich „immer dann zu Wort [zu] melden, wenn dies erforderlich ist, zu welchem Thema auch immer“.