Der „Gegenterror“ als ambivalente Handlungsressource. Entgrenzung eines polizeilichen Sicherheitsrepertoires im besetzten Dänemark 1944/45
摘要
Am 4. Dezember 1943 wandte sich der deutsche Reichsbevollmächtigte in Dänemark, Werner Best, an die dänische Presse, um die Bevölkerung des besetzten Landes über eine verschärfte Verfolgung jener Widerstandskämpfer zu informieren, die das Königreich mit ihren Mord- und Sprengstoffanschlägen seit Monaten nicht zur Ruhe kommen ließen. Indem die deutschen Besatzer dazu übergingen, mittels einer rigorosen Vergeltungspolitik gewaltsam gegen den dänischen Widerstand vorzugehen, verschärften sie den Konflikt und führten letztlich die Eskalation desselben herbei. Vor diesem Hintergrund fragt der Beitrag nach der Ambivalenz von Sicherheit, und diskutiert zugleich am Beispiel des „Gegenterrors“ polizeiliche Heuristiken und Repertoires während des Zweiten Weltkrieges.