Sozialraum und soziale Inklusion
摘要
Der alltägliche Lebensraum „(home range“) umfasst die Wohnung, das Wohnumfeld und Aktivitäts- und Begegnungsorte in Quartieren und Gemeinwesen. Die Erschließung sozial-räumlicher Orte außerhalb der Wohnung für Menschen mit Behinderungen, ihre Inklusion in Sozialräumen gilt als Königsweg für die Ermöglichung vollumfänglicher, selbstbestimmter und gleichberechtigter Teilhabe. In dem Beitrag wird geklärt, was unter Sozialraum und was unter sozialer Inklusion zu verstehen ist. Der Begriff Sozialraum ist im deutschsprachigen Raum weit verbreitet und eng mit dem Fachkonzept Sozialraumorientierung verbunden, das andernorts weitgehend unbekannt ist. International wird die anwendungsorientierte Forschung unter dem Begriff soziale Inklusion zusammengefasst. Vorgestellt wird ein Rahmenmodell, in dem sich die Faktoren verorten lassen, die Aspekte der sozialen Inklusion befördern oder behindern. Vorgeschlagen wird mithilfe ökologisch-psychologischer Theorien spezifischer die ökologischen Kontexte (Mikrosysteme oder Behavior Settings) zu fokussieren, in denen soziale Inklusion gelingt oder misslingt (z. B. im Nachbarschaftsgeschehen, in Geschäften, in Vereinen), und die dort stattfindenden Prozesse feiner zu beschreiben. Die Forschung zur sozialen Inklusion von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung ist anwendungsorientiert. Anhand der Themen Sozialraumorientierung, Sozialplanung, Begegnungen im Sozialraum und Nachbarschaft wird exemplarisch deutlich, was das für die Weiterentwicklung der Forschung bedeutet.