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Wohnen mit Unterstützung als Gegenstand der Teilhabeforschung

  • Friedrich Dieckmann,
  • Antonia Thimm

摘要

Die empirische Forschung zum unterstützten Wohnen von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung will dazu beitragen, die Teilhabe und Lebensqualität von Menschen mit Behinderung zu verbessern. Wohnen als Gegenstand der Teilhabeforschung rückt die Beziehungen von Menschen zu ihrer Umwelt in den Mittelpunkt, die zentral geworden sind für die Auffassung von Behinderung als Teilhabestörung. Was unter Wohnen und Wohnumwelt ökologisch-psychologisch verstanden wird und welche Denkmuster die empirische Erforschung von Mensch-Wohnumwelt-Beziehungen leiten, wird erläutert. Anhand von vier Dimensionen werden aktuelle Wohnsettings klassifiziert. Berichtet wird, in welchen Wohnsettings Erwachsene mit intellektueller Beeinträchtigung in Deutschland leben. Das Konzept der Lebensqualität bietet seit Jahrzehnten Ziel- und Bewertungskriterien für die internationale Wohnforschung. Die Dimensionen des Lebensqualitätskonzepts und die Teilhabebereiche der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) werden zueinander in Beziehung gesetzt. Mithilfe der so entstehenden Matrix lassen sich die Vorteile der sich ergänzenden Betrachtungsperspektiven in der Forschung nutzen. Gerade mit Blick auf ihre Anwendung sollte sich die Wohnforschung zu Menschen mit Behinderung noch interdisziplinärer aufstellen.