Ausblick
摘要
Für die Planung und Gestaltung von Teilhabechancen ist die Zusammenschau von Wohnumwelt und Unterstützungsleistungen unabdingbar. In einem Gemeinwesen mit Unterstützung wohnen zu können, ist die Voraussetzung für die Teilhabe in vielfältigen Lebensbereichen. Lösten seit den 1970er Jahren gemeindebasierte Wohnheime Komplexeinrichtungen ab, gilt es nun, die Wohnheime durch individuellere Wohnsettings zu ersetzen. Der Wohnungsmarkt stellt nicht die Wohnungen zur Verfügung, die den Wohnwünschen und finanziellen Möglichkeiten von Menschen mit Behinderungen entsprechen und die zugleich die Organisation umfassender und flexibler Assistenzleistungen im ökonomisch zugebilligten Rahmen erlauben. Quartiere und Gemeinwesen sind noch nicht so inklusiv gestaltet, dass Assistenzleistungen allein die Teilhabe an Aktivitäten und sozialen Kontakten sicherstellen können. Angesichts der bisherigen Erkenntnisse sowie der gesellschaftlichen Gestaltungsaufgaben wird auf Entwicklungsbedarfe hingewiesen, vor der die Forschung zum unterstützten Wohnen von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung steht. Diese Bedarfe werden anhand der Stichwörter Internationalität, soziale Innovationen, Interdisziplinarität sowie partizipative und vielfältige Forschungsmethoden erläutert. Die Wohnforschung kann dazu beitragen, dass motivierende Visionen nicht reine Utopien bleiben, sondern sich in teilhabeförderlichen sozial-räumlichen Wohnumwelten und Unterstützungsstrukturen materialisieren.