Der Beitrag rekonstruiert die Entwicklung der Ungleichheits- und Mobilitätsforschung nach dem Zweiten Weltkrieg mit einem Schwerpunkt auf Klassenkonzepte. Die sich im Kontext der ISA konstituierende empirische Forschung war von Beginn an durch eine Konkurrenz zwischen einem auf vertikale Statusskalen ausgerichteten und einem klassenbasierten Paradigma geprägt. Ein zentraler Akteur war in diesem Zusammenhang Theodor Geiger, der in der deutschsprachigen Sozialstrukturanalyse vor allem als Vorläufer der Schichtungs- und Milieuforschung anerkannt ist. Der Beitrag vertritt dagegen den Standpunkt, dass Geiger in den Nachkriegsjahren grundlegende konzeptionelle und inhaltliche Vorarbeiten einer klassenanalytischen Ungleichheits- und Mobilitätsforschung leistete.

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Geiger, Carlsson, Erikson und Goldthorpe: Zur Entwicklung des Klassenkonzepts in der empirischen Ungleichheits- und Mobilitätsforschung

  • Dirk Konietzka

摘要

Der Beitrag rekonstruiert die Entwicklung der Ungleichheits- und Mobilitätsforschung nach dem Zweiten Weltkrieg mit einem Schwerpunkt auf Klassenkonzepte. Die sich im Kontext der ISA konstituierende empirische Forschung war von Beginn an durch eine Konkurrenz zwischen einem auf vertikale Statusskalen ausgerichteten und einem klassenbasierten Paradigma geprägt. Ein zentraler Akteur war in diesem Zusammenhang Theodor Geiger, der in der deutschsprachigen Sozialstrukturanalyse vor allem als Vorläufer der Schichtungs- und Milieuforschung anerkannt ist. Der Beitrag vertritt dagegen den Standpunkt, dass Geiger in den Nachkriegsjahren grundlegende konzeptionelle und inhaltliche Vorarbeiten einer klassenanalytischen Ungleichheits- und Mobilitätsforschung leistete.