Ungleiche politische Partizipation und Repräsentation
摘要
In diesem Beitrag zur Sozialstrukturanalyse konzentrieren wir uns auf politische Ungleichheit. In den beiden Hauptabschnitten befassen wir uns mit der Partizipation bzw. der Repräsentation. Im ersten Abschnitt wird erörtert, ob die zunehmende Einkommensungleichheit und die Schwächung der Gewerkschaften zu einer stärkeren politischen Ungleichheit bei der Beteiligung geführt haben. Der zweite Abschnitt befasst sich mit deskriptiver und substanzieller Repräsentation und geht der Frage nach, wie diese miteinander verbunden sind. Die Forschung zeigt, dass Menschen mit weniger individuellen Ressourcen seltener politisch partizipieren als Menschen mit mehr Ressourcen und dass kollektive Organisationen ihre Fähigkeit verloren haben, dem entgegenzuwirken. Auch die politische Repräsentation ist zugunsten der sozioökonomisch Bessergestellten verzerrt. Nicht nur stimmen die Einstellungen der Abgeordneten stärker mit denen der Bessergestellten überein, sondern auch die politischen Entscheidungen spiegeln deren Präferenzen wider. Mit zunehmender sozialer Distanz zwischen Herrschenden und Regierten wird die repräsentative Demokratie zugunsten höher gestellter sozialer Gruppen verzerrt.