‚Doing Inequality‘ – Überlegungen zu einer mikrosoziologischen Ungleichheitsforschung
摘要
Die Forschungsperspektive des Doing Inequality basiert auf der Annahme des Interpretativen Paradigmas, dass Akteure als Handlungsträger*innen aktiv soziale Wirklichkeit konstruieren. Soziale Strukturen werden demnach als fortlaufend ausgehandelt, reproduziert und transformiert verstanden. Es handelt sich um einen mikrosoziologischen Forschungszugang in der Sozialstrukturanalyse. In diesem Beitrag werden zunächst die Ausgangsannahmen und Prämissen der Forschungsperspektive verdeutlicht. Anschließend wird der konzeptionelle Beitrag, der in dem Herausarbeiten von Prozessen der Herstellung, Reproduktion und Transformation sozialer Ungleichheiten liegt, erläutert. Im Fazit werden Herausforderungen und Bedarfe für die Weiterentwicklung dieser Perspektive zur Diskussion gestellt.