Leistung, Leistungsgerechtigkeit und Meritokratie
摘要
Die Idee der Leistungsgerechtigkeit bildet eine zentrale Legitimation für Ungleichheiten in modernen Gesellschaften. Als empirisch verstandene Selbstbeschreibung der Gesellschaft erweist sie sich vielfach als Ideologie. Der entsprechende Fokus der Ungleichheitsforschung auf leistungsfremde, illegitime Diskriminierung stellt allerdings auch eine entscheidende Verkürzung dar. Ebenso wichtig sind Fragen nach der Entstehung von als legitim geltenden Leistungskriterien und nach den Folgen vorhandener Leistungsunterschiede. Begriffliche Unbestimmtheit und konzeptionelle Heterogenität erschweren die empirische Diagnose und Bewertung meritokratischer Prinzipien.