Die USA und Internationale Organisationen
摘要
Nach dem Zweiten Weltkrieg schufen die Vereinigten Staaten gemeinsam mit anderen Partnern eine Nachkriegsordnung mit umfangreichen neuen Sicherheits- und Wirtschaftsinstitutionen. Die zentrale Rolle der USA in dieser institutionellen Ordnung ist nicht nur ein Ausdruck, sondern auch eine Quelle ihrer Vormachtstellung. Die leitende Rolle der USA wird derzeit stark in Frage gestellt. Amerikas Ambivalenz gegenüber dem liberalen Internationalismus ist allerdings keine neue Erscheinung; vielmehr stellt die Spannung zwischen Unilateralismus und Multilateralismus ein entscheidendes Merkmal der amerikanischen Außenpolitik dar. Dieser Ambivalenz lag der stetige Versuch zugrunde, die Unverzichtbarkeit einer regelbasierten Zusammenarbeit mit der Wahrung staatlicher Souveränität in Einklang zu bringen. Der relative hegemoniale Niedergang der USA in Verbindung mit neuen strategischen Prioritäten wird Amerikas Ambivalenz gegenüber internationale Organisationen voraussichtlich eher verstärken als abschwächen, gleichviel ob die US-Wähler in Zukunft für einen weltgewandten oder eher populistischen Präsidenten stimmen werden.