Terrorismus und Sicherheitspolitik – US-Terrorismusbekämpfung zwischen innerer und äußerer Bedrohung
摘要
Die Bedrohung durch terroristische Gewalt war in den ersten beiden Jahrzehnten des 21. Jahrhunderts von zentraler Bedeutung für die USA. Die katastrophalen Anschläge des 11. September 2001 hatten auf institutioneller Ebene eine Reihe von Reformen zur Folge, deren Ziel es war, die Aufgabenstellung bestehender Institutionen neu auszurichten, besser zu koordinieren oder gänzlich neu zu schaffen. Im zweiten Jahrzehnt nach 9/11 trat dann die Frage in den Vordergrund, inwieweit die Verknüpfung der Terrorismusbekämpfung mit anderen Feldern der Innen- und Außenpolitik (wie beispielsweise der Migrationspolitik und der weiteren Nah-/Mittelostpolitik) notwendig oder gar hinderlich ist. Die Erstürmung des US-Kapitols und der NATO-Rückzug aus Afghanistan im Jahr 2021 versinnbildlichten schließlich die Verschiebung in der Wahrnehmung terroristischer Gewalt als zunehmend aus der US-Gesellschaft selbst stammender Bedrohung.