Gerhard Leibholz war ein Bundesverfassungsrichter der ersten Stunde und vermochte es während zwanzigjähriger Tätigkeit am Gericht, seine im Wesentlichen bereits in der Weimarer Republik entwickelten staatsrechtlichen und staatstheoretischen Vorstellungen in die Rechtsprechung des Gerichts einfließen zu lassen. Er prägte insbesondere die Judikatur zum Gleichheitssatz und zum Parteienrecht und spielte eine wichtige Rolle bei der Etablierung des Bundesverfassungsgerichts als unabhängiges Verfassungsorgan. Wenngleich nicht immer unbedingt überzeugungskräftig, führten die von ihm und dem Gericht dabei herangezogenen Theorien doch zu plausiblen und weitgehend akzeptierten Ergebnissen.

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Gerhard Leibholz – Einflussreiche Richterpersönlichkeit in der Gründerzeit des Bundesverfassungsgerichts

  • Manfred H. Wiegandt

摘要

Gerhard Leibholz war ein Bundesverfassungsrichter der ersten Stunde und vermochte es während zwanzigjähriger Tätigkeit am Gericht, seine im Wesentlichen bereits in der Weimarer Republik entwickelten staatsrechtlichen und staatstheoretischen Vorstellungen in die Rechtsprechung des Gerichts einfließen zu lassen. Er prägte insbesondere die Judikatur zum Gleichheitssatz und zum Parteienrecht und spielte eine wichtige Rolle bei der Etablierung des Bundesverfassungsgerichts als unabhängiges Verfassungsorgan. Wenngleich nicht immer unbedingt überzeugungskräftig, führten die von ihm und dem Gericht dabei herangezogenen Theorien doch zu plausiblen und weitgehend akzeptierten Ergebnissen.