Transformation der Leistungssteuerung am Beispiel der CHG-MERIDIAN Gruppe
摘要
Die CHG-MERIDIAN-Gruppe (im weiteren CHG) zählt zu den führenden globalen technology2use-Unternehmen. Die CHG unterstützt ihre Kunden bei der Digitalen Transformation durch maßgeschneiderte Lösungen der Finanzierung, Technologiebereitstellung, effiziente Abwicklungsprozesse unter Berücksichtigung von Compliance Regeln. In dieser Nische hat die CHG ambitionierte Wachstumsziele und möchte das führende technology2use-Unternehmen werden. Dazu erweitert sie ihr Geschäftsmodell im Mietgeschäft, transformiert sich zur Bereitstellung eines skalierbaren Geschäftsprozesses und einer innovativen IT mit hoher Reaktionsgeschwindigkeit auf Veränderungsbedarfe. Zur Erreichung dieser Ziele transformiert die CHG die Steuerungsphilosophie. Das zu implementierende Global Performance Steering Concept lehnt sich an das St.Galler Performance Management System an (vgl. auch Eurich et al. 2019) und zeichnet sich durch drei wesentliche Elemente aus: Strategieformulierung und mittelfristige Maßnahmen, Zieldefinition und Prognosen sowie die Umsetzungssteuerung mittels Programm-, Projekt- und OKR-Management. Auf Basis der bestehenden Strategie hat die CHG strategische Ziele mit Verantwortlichkeiten formuliert, ein House of Performance (Kennzahlensystem entlang der Organisation) erstellt, eine Anpassung des bisherigen Budgetprozesses in eine rollierende Zielerreichungsanalyse und Maßnahmendefinition vorgenommen und Verantwortlichkeiten zur Umsetzung geschaffen. Mittels dieser Methodik wird vierteljährlich anhand von Kennzahlen geprüft, ob die definierten Maßnahmen, die dezentral verantwortet werden, zur Erreichung der finanziellen Ziele beitragen. Die Maßnahmen werden mittels OKR-Managements messbar gemacht. Dies erlaubt Ursache (Key Result) und Wirkung (Objectives und Kennzahl) in Verbindung zu bringen. Die vierteljährliche Prüfung erlaubt die regelmäßige Anpassung der Maßnahmen, wenn die gewünschte Wirkung nicht erfolgt. Der erwartete Nutzen aus der Transformation der Leistungssteuerung ist wie folgt: (1) Ein transparentes und faires Zielsystem schafft Motivation. (2) Die rollierende Feststellung der Zielabweichung zeigt Effekte aus der Digitalen Transformation (Solows Paradoxon) und (3) die Maßnahmenreviews schaffen Fokus und koordinieren gruppenweit die Aktivitäten. Schließlich wird (4) durch die geschaffene Transparenz der Beitrag der Mitarbeiter zu den Maßnahmen nachvollziehbar und deren Einbindung erreicht. Strategieumsetzung wird auf diese Weise zum Tagesgeschäft.