Industrie 4.0 und Dienstleistungsproduktion: Änderungen und Herausforderungen für Leistungsprozesse in Forschung und Lehre
摘要
Ein Transfer der innovativen Elemente des Konzepts Industrie 4.0 in den Bereich der Dienstleistungsproduktion am Beispiel der Leitungsprozesse in Hochschulen ist unter anderem deshalb interessant, da der überwiegende Anteil der volkswirtschaftlichen Wertschöpfung der meisten Länder in tertiären Dienstleistungsorganisationen erbracht wird. Daher sind Befassungen mit der Übertragbarkeit des Konzepts Industrie 4.0 in den Bereich der Dienstleistungen hinein für alle tertiären Leistungsprozesse und per se gesamtwirtschaftlich von hoher Bedeutung. Dieses Kapitel gibt hierzu einen qualitativen Überblick mit einer Konzeptanalyse für verschiedene Teilbereiche von Hochschulprozessen (Forschung, Lehre) in Bezug auf die Kernelemente von Industrie 4.0. Dies wird ansatzweise auch für neuere Entwicklungen wie die Nutzung von Anwendungen künstlicher Intelligenz diskutiert. Die Hauptaussagen der Analyse können dahingehend zusammengefasst werden, dass im Bereich der Lehre für die Anwendung von Elementen der Konzeption Industrie 4.0 als theoretische Deduktion insbesondere Effizienzpotenziale identifiziert werden. Demgegenüber werden im Bereich der Forschung im Wesentlichen Qualitäts- und Effizienzvorteile auf der Basis der Konzeptüberlegungen erwartet. Eine Pilotierung einzelner Prozessinnovationen durch Anwendung von Industrie 4.0-Elementen im Bereich der Hochschulleistungsprozesse ist als zunehmend vielversprechend oder sogar alternativlos einzustufen und sollte angestrebt werden. Gleichzeitig ist mit den hier dargestellten Überlegungen auch die dedizierte Einladung verbunden, Anwendungsbereiche in anderen Feldern der Dienstleistungsproduktion zu identifizieren und zu testen.