Zur Bedeutung von Solows Paradoxon
摘要
„Der Beitrag beleuchtet das sogenannte Solow-Paradoxon, das den Widerspruch zwischen steigenden Investitionen in digitale Technologien und stagnierender Produktivität beschreibt – ein Phänomen, das in Zeiten der Industrie 4.0 erneut aktuell ist. Trotz hoher Ausgaben deutscher Industrieunternehmen für Digitalisierung zeigen sich kaum messbare Produktivitätszuwächse. Das Phänomen wurde bereits in den 1980er-Jahren beobachtet und diskutiert. Der Beitrag analysiert vorliegende Studien zum Solow-Paradoxon, strukturiert deren Erkenntnisse und überträgt sie auf das gegenwärtige Produktivitätsparadoxon. Identifiziert werden Ursachen wie Lernkurveneffekte, Missmanagement bei IT-Einführung sowie das Fehlen komplementärer Ressourcen. Auch aktuelle digitale Technologien wie KI oder IoT benötigen Zeit, um als Allzwecktechnologien produktiv wirksam zu werden. Unternehmen investieren zudem oft unkoordiniert oder überoptimistisch. Für die Praxis wird betont, dass Investitionen kontextabhängig und strategisch fundiert erfolgen müssen. Die Forschung sollte künftig stärker unternehmensspezifische Effekte und Einzeltechnologien betrachten.“