Der Artikel versucht zu verdeutlichen, dass die Form des Sich-Zeigens in der Erziehung eine zentrale Rolle spielt. Sich-Zeigen wird aus dem Blickwinkel des Performativen analysiert, wodurch Perspektiven auf die Darstellung, den Körper, das Soziale und die Mimesis thematisch werden. Zunächst wird auf den Blickwinkel des Performativen näher eingegangen, dann erfolgt mit Hartmut von Hentig und Erving Goffman eine Rekonstruktion des Sich-Zeigens und mit Christoph Wulf und Michael Tomasello eine Analyse des Mimetischen. Schließlich werden Differenzen im Erziehungsgeschehen als Sich-Zeigen benannt, zwischen dem Zeigegesten der Erziehenden und ihren mimetischen „Vorbildern“, zwischen der Intention und Darstellung der Erziehenden, zwischen dem Gezeigten und dem Kontext und zwischen Darstellung und Nachvollzug durch die Erzogenen. Die These lautet, dass Erziehung gelingt, wenn diese Differenzen des Sich-Zeigens aufgehoben werden können.

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Sich-Zeigen. Erziehung als performatives Geschehen

  • Jörg Zirfas

摘要

Der Artikel versucht zu verdeutlichen, dass die Form des Sich-Zeigens in der Erziehung eine zentrale Rolle spielt. Sich-Zeigen wird aus dem Blickwinkel des Performativen analysiert, wodurch Perspektiven auf die Darstellung, den Körper, das Soziale und die Mimesis thematisch werden. Zunächst wird auf den Blickwinkel des Performativen näher eingegangen, dann erfolgt mit Hartmut von Hentig und Erving Goffman eine Rekonstruktion des Sich-Zeigens und mit Christoph Wulf und Michael Tomasello eine Analyse des Mimetischen. Schließlich werden Differenzen im Erziehungsgeschehen als Sich-Zeigen benannt, zwischen dem Zeigegesten der Erziehenden und ihren mimetischen „Vorbildern“, zwischen der Intention und Darstellung der Erziehenden, zwischen dem Gezeigten und dem Kontext und zwischen Darstellung und Nachvollzug durch die Erzogenen. Die These lautet, dass Erziehung gelingt, wenn diese Differenzen des Sich-Zeigens aufgehoben werden können.