Meister des ‚muddling through‘? Junge Wohnungslose zwischen Agency und Marginalisierung
摘要
Dieser Beitrag widmet sich jungen Wohnungslosen, deren Weg auf die Straße häufig über die Jugendhilfe führt und – entgegen Vorurteilen sowie vermeintlichen Selbstverständlichkeiten – von Handlungsfähigkeit und Selbstbestimmung gefärbt sein kann. Da dies zum Teil mit selbstdestruktiven Strategien und der Abgrenzung gegenüber gesellschaftlichen Normen und Werten einhergeht, befinden sich die jungen Wohnungslosen in einer besonderen Ambivalenz aus Vulnerabilität und Handlungsfähigkeit. Das Konzept von Agency kann hier herangezogen werden, um zwischen beiden einseitigen Lesarten von Wohnungslosen – als entweder freie, per se handlungsfähige Subjekte oder passive Objekte für Hilfeleistungen oder Disziplinierung zu nuancieren.