Die Geschichte von Armut und Wohnungslosigkeit bzw. vielmehr die der darauf ausgerichteten Hilfen ist auch eine Entwicklung von Sichtweisen auf von Armut und Wohnungslosigkeit betroffenen Personen, von Paternalismus und Zuschreibung von Hilfsbedürftigkeit – es ist eine Geschichte, die die Veränderung einer Haltung beschreibt. Mit der Zeit hat sich diese gewandelt. Doch manches ist auch konstant geblieben. Wir werden folgend also den Versuch unternehmen, unsere Praxis zu befragen, ohne sich dem Vergangenen fremd zu stellen. Ein historischer Überblick wird dabei lediglich kurz angesprochen, um die ‚Klassiker‘ der Sozialen Arbeit knapp zu betrachten. Anschließend wird dieser Text aktuelles Selbstverständnis von Streetwork und der damit einhergehenden (angestrebten) Grundhaltung von professionell im Arbeitsfeld tätigen Fachkräften betrachten. Die Autor*innen bieten dabei eine, aus der Praxis heraus entwickelte Perspektive an, die auf Erfahrungsspektren aus langjähriger Tätigkeit in der Straßensozialarbeit mit Erwachsenen und Mobilen Jugendarbeit basiert. Diese fundiert auf einer umfangreichen fachlichen Auseinandersetzung mit relevanten Themen. Wichtige Positionen leiten sich bereits aus den Fachstandards bzw. deren Arbeitsprinzipien ab, wobei Beziehungsarbeit eine gewichtige Rolle spielt. Da diese Beziehung aber in den meisten Fällen im öffentlichen Raum beginnt, wird auch über das Potenzial der ‚fehlenden Tür‘ (das ist eine Wortschöpfung der Autor*innen) und damit der Abgrenzung zu ortsgebundenen Angeboten zu reden sein.

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Haltung im Streetwork – Streetwork als Haltung

  • Alexander Beuschel,
  • Christian Pahrmann

摘要

Die Geschichte von Armut und Wohnungslosigkeit bzw. vielmehr die der darauf ausgerichteten Hilfen ist auch eine Entwicklung von Sichtweisen auf von Armut und Wohnungslosigkeit betroffenen Personen, von Paternalismus und Zuschreibung von Hilfsbedürftigkeit – es ist eine Geschichte, die die Veränderung einer Haltung beschreibt. Mit der Zeit hat sich diese gewandelt. Doch manches ist auch konstant geblieben. Wir werden folgend also den Versuch unternehmen, unsere Praxis zu befragen, ohne sich dem Vergangenen fremd zu stellen. Ein historischer Überblick wird dabei lediglich kurz angesprochen, um die ‚Klassiker‘ der Sozialen Arbeit knapp zu betrachten. Anschließend wird dieser Text aktuelles Selbstverständnis von Streetwork und der damit einhergehenden (angestrebten) Grundhaltung von professionell im Arbeitsfeld tätigen Fachkräften betrachten. Die Autor*innen bieten dabei eine, aus der Praxis heraus entwickelte Perspektive an, die auf Erfahrungsspektren aus langjähriger Tätigkeit in der Straßensozialarbeit mit Erwachsenen und Mobilen Jugendarbeit basiert. Diese fundiert auf einer umfangreichen fachlichen Auseinandersetzung mit relevanten Themen. Wichtige Positionen leiten sich bereits aus den Fachstandards bzw. deren Arbeitsprinzipien ab, wobei Beziehungsarbeit eine gewichtige Rolle spielt. Da diese Beziehung aber in den meisten Fällen im öffentlichen Raum beginnt, wird auch über das Potenzial der ‚fehlenden Tür‘ (das ist eine Wortschöpfung der Autor*innen) und damit der Abgrenzung zu ortsgebundenen Angeboten zu reden sein.