Nach dem Vorbild Paris und weiterer internationaler Metropolen wurde in der Nacht vom 29./30. Januar 2020 die erste Straßenzählung obdachloser Menschen in Berlin erfolgreich durchgeführt. Es registrierten sich mehr als 3700 Freiwillige und fast 60 soziale Einrichtungen beteiligten sich aktiv, in dem sie im Vorfeld Veranstaltungen rund um das Thema organisierten bzw. in der Nacht als Anlaufstellen für die Zählenden zur Verfügung standen. Viele Träger der Wohnungslosenhilfe unterstützten die Zählung, u. a. durch Freistellung ihres Personals. In der Zeit von 22 Uhr – 01 Uhr waren zeitgleich mehr als 600 Freiwilligen-Teams auf den Straßen Berlins unterwegs, um die, sich im öffentlichen Raum befindenden obdachlosen Menschen zu zählen und nach Möglichkeit auch zu interviewen. Die urbanen Bereiche Berlins, innerhalb des S-Bahnringes und angrenzende urbane Stadtquartiere, wurden vollständig Straße für Straße von Freiwilligen abgelaufen. Zusammen mit der zeitgleich erfassten Anzahl obdachloser Menschen in Einrichtungen der Kältehilfe, in Rettungsstellen, im ÖPNV und im Polizeigewahrsam konnte so erstmals eine Gesamtanzahl an obdachlosen Menschen in Berlin erfasst werden. Auch wenn weiterhin eine nicht näher quantifizierbare Dunkelziffer verbleibt, da z. B. private Grundstücke und andere öffentlich nicht zugängliche Bereiche (wie z. B. Baustellen, Keller, Dachböden) nicht einbezogen werden konnten, ist sie dennoch valider als alle bis dahin existierenden Schätzungen.

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Die Nacht der Solidarität

  • Klaus-Peter Licht

摘要

Nach dem Vorbild Paris und weiterer internationaler Metropolen wurde in der Nacht vom 29./30. Januar 2020 die erste Straßenzählung obdachloser Menschen in Berlin erfolgreich durchgeführt. Es registrierten sich mehr als 3700 Freiwillige und fast 60 soziale Einrichtungen beteiligten sich aktiv, in dem sie im Vorfeld Veranstaltungen rund um das Thema organisierten bzw. in der Nacht als Anlaufstellen für die Zählenden zur Verfügung standen. Viele Träger der Wohnungslosenhilfe unterstützten die Zählung, u. a. durch Freistellung ihres Personals. In der Zeit von 22 Uhr – 01 Uhr waren zeitgleich mehr als 600 Freiwilligen-Teams auf den Straßen Berlins unterwegs, um die, sich im öffentlichen Raum befindenden obdachlosen Menschen zu zählen und nach Möglichkeit auch zu interviewen. Die urbanen Bereiche Berlins, innerhalb des S-Bahnringes und angrenzende urbane Stadtquartiere, wurden vollständig Straße für Straße von Freiwilligen abgelaufen. Zusammen mit der zeitgleich erfassten Anzahl obdachloser Menschen in Einrichtungen der Kältehilfe, in Rettungsstellen, im ÖPNV und im Polizeigewahrsam konnte so erstmals eine Gesamtanzahl an obdachlosen Menschen in Berlin erfasst werden. Auch wenn weiterhin eine nicht näher quantifizierbare Dunkelziffer verbleibt, da z. B. private Grundstücke und andere öffentlich nicht zugängliche Bereiche (wie z. B. Baustellen, Keller, Dachböden) nicht einbezogen werden konnten, ist sie dennoch valider als alle bis dahin existierenden Schätzungen.