Straftaten von wohnungslosen Menschen und damit verbundene strafrechtliche Konsequenzen gehören nicht zu den Bereichen, die auf großes (gesellschaftliches und politisches) Interesse stoßen. Auch eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Frage, inwiefern ein Leben ohne eigene Wohnung sich bezüglich Kriminalisierung von einem Leben mit Wohnung unterscheidet, fehlt weitgehend. Die Thematik ist jedoch von gesellschaftlicher, politischer und nicht zuletzt strafrechtlicher Relevanz – darauf verweisen die wenigen Hinweise aus der vorhandenen Literatur. Die Straftaten von wohnungslosen Menschen haben oft gravierende strafrechtliche Konsequenzen, u. a. Strafvollzugsaufenthalte. Im vorliegenden Beitrag werden Informationen aus Literatur und empirischen Untersuchungen zur Thematik ‚Wohnungslosigkeit und Kriminalisierung‘ zusammengetragen und in diesem Zusammenhang aufgezeigt, dass es einer umfassenden Betrachtung der Thematik bedarf, die die Perspektiven und Umgangsweisen der wohnungslosen Menschen integriert.

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Wohnungslosigkeit und Kriminalisierung

  • Marion Müller

摘要

Straftaten von wohnungslosen Menschen und damit verbundene strafrechtliche Konsequenzen gehören nicht zu den Bereichen, die auf großes (gesellschaftliches und politisches) Interesse stoßen. Auch eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Frage, inwiefern ein Leben ohne eigene Wohnung sich bezüglich Kriminalisierung von einem Leben mit Wohnung unterscheidet, fehlt weitgehend. Die Thematik ist jedoch von gesellschaftlicher, politischer und nicht zuletzt strafrechtlicher Relevanz – darauf verweisen die wenigen Hinweise aus der vorhandenen Literatur. Die Straftaten von wohnungslosen Menschen haben oft gravierende strafrechtliche Konsequenzen, u. a. Strafvollzugsaufenthalte. Im vorliegenden Beitrag werden Informationen aus Literatur und empirischen Untersuchungen zur Thematik ‚Wohnungslosigkeit und Kriminalisierung‘ zusammengetragen und in diesem Zusammenhang aufgezeigt, dass es einer umfassenden Betrachtung der Thematik bedarf, die die Perspektiven und Umgangsweisen der wohnungslosen Menschen integriert.