Alter spielt (k)eine Rolle! Kulturpolitik für ältere Menschen
摘要
In der Kulturpolitik wurde in den letzten Jahren erkannt, dass es notwendig ist, sich mit einem weiten Verständnis von Diversität auf den unterschiedlichen Ebenen des kulturellen Lebens auseinanderzusetzen. Obwohl die Anforderungen einer generationengerechten Kulturpolitik angesichts des demografischen Wandels und einer alternden Bevölkerung spätestens seit der Jahrtausendwende eindringlich diskutiert wurden (Stiftung Niedersachsen, Hrsg. 2006. „älter – bunter – weniger“. Die demografische Herausforderung an die Kultur. Bielefeld: transcript; Hippe, Wolfgang, und Norbert Sievers. 2006. Kultur und Alter. Kulturangebote im demografischen Wandel. Essen: Klartext), spielt das Alter unter den Diversitätsdimensionen, die momentan im Fokus kulturpolitischen Handelns stehen, immer noch eine eher marginale Rolle. Nach einem kurzen Überblick zu den gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen des kulturpolitischen Engagements für ältere Menschen richten wir den Blick auf die kulturelle Teilnahme, Teilhabe und Teilgabe älterer Menschen. Wir zeigen, mit welchen praktischen Maßnahmen diese kulturpolitisch gefördert werden können, aber auch wie Altersdiskriminierung in der Kulturförderung entgegengesteuert werden kann und schließen mit einem Ausblick auf innovative kulturpolitische Maßnahmen im Feld.