Kulturpolitik bis 1945
摘要
Der vorliegende Artikel untersucht Kulturpolitik in Deutschland bis Ende des Zweiten Weltkriegs aus einer doppelten Perspektive: Zum einen wird die vielfältige Auseinandersetzung mit den Begriffen ‚Kultur‘ und ‚Kulturstaat‘ seit Ende des 18. Jahrhunderts skizziert, zum anderen werden Schwerpunkte staatlichen Handelns auf dem Feld der Kultur beleuchtet. Der Aufsatz gliedert sich in drei historische Phasen, die die Entwicklung dieser beiden Perspektiven strukturieren: 1800–1914 die Etablierung eines „Kulturstaats“ in Preußen einschließlich der Konsolidierung und Erweiterung auf die Kolonialpolitik; 1918–1933: neue Weichenstellungen in der Weimarer Republik mit der Umwandlung der Hof- in Staatstheater und einer zunehmenden Erhöhung der öffentlichen Förderung für bestimmte Formen der Kultur; 3) 1933–1945 eine gleichgeschaltete Kulturpolitik, die als Kampfbegriff und Schlüsselwort der NS-Zeit diente.